Man erkennt sie an dem, was fehlt. Keine Rezeption, kein Frühstücksbuffet, keine Nachbarn auf dem Balkon nebenan. Die ROSENSTOA Premium Chalets in St. Johann im Pongau bestehen aus genau zwei Häusern, die im Dezember 2026 ihre ersten Gäste empfangen. Gebaut hat sie eine Familie, die seit drei Generationen vom Holz lebt und weiss, dass sich echter Luxus in den Bergen weniger an Marmor bemisst als an Raum, Ruhe und der Frage, wer einem den Tag abnimmt. Wer im Salzburger Land ein privates Refugium sucht, das sich wie ein eigenes Haus anfühlt und wie ein gutes Hotel funktioniert, findet hier eine neue Adresse.
Das Wichtigste in Kürze
- Was: Zwei private Luxus-Chalets mit je 240 Quadratmetern, eigenem Spa und ganzjährig beheiztem Aussenpool.
- Wo: Alpendorf, 5600 St. Johann im Pongau, Salzburger Land, nahe der Alpendorf Gondelbahn in die Skiregion Snow Space Salzburg.
- Eröffnung: Dezember 2026, laut Pressemitteilung am 5. Dezember 2026.
- Kapazität: Chalet Stoanegg bis zehn Personen, Chalet Rosenhag bis acht Personen.
- Preis: Kennenlernpreis ab 1500 Euro pro Nacht für zwei Personen inklusive Frühstück, Mindestaufenthalt zwei Nächte, jede weitere Person 200 Euro pro Nacht (Angaben des Betreibers).
Die Familie hinter den ROSENSTOA Premium Chalets
Der Name ist eine Erinnerung. Nach Angaben der Familie hiess ROSENSTOA der Bauernhof in Grossarl, auf dem Johann Unterkofler senior aufwuchs und von dem aus die Familie ihr Unternehmen in der Forst- und Holzwirtschaft aufbaute. Drei Generationen später ist dieses Handwerk in jedem Raum der neuen Chalets präsent: Das Fichtenholz stammt teilweise aus eigener Verarbeitung, die Natursteinmauern wurden aus Lungauer Steinen selbst aufgeschichtet. Gastgeber sind Johann Unterkofler und sein Sohn Markus, die mit dem Almdorf Reiteralm oberhalb von Schladming bereits eine Feriensiedlung aus 18 Almhütten auf 1200 Metern Höhe führen. Diese Erfahrung fliesst nun in ein Projekt, das bewusst kleiner gedacht ist.
«Wir vereinen die familiäre Erfahrung aus zwei Generationen Tourismus und unsere tiefe Verbundenheit zur Natur zu einem neuen Kapitel», sagt Markus Unterkofler in der Mitteilung zur Eröffnung. Sein Vater formuliert den Anspruch noch knapper: «Unsere Gäste geniessen viel Raum, Privatsphäre und die Freiheit, ihren Aufenthalt ganz nach den eigenen Wünschen zu gestalten.» Das ist weniger Marketingsatz als Programm. Wer zwei Häuser baut statt zwanzig Zimmer, entscheidet sich gegen Auslastung und für Aufmerksamkeit.

Stoanegg und Rosenhag: zwei Chalets, eine Haltung
Beide Häuser messen je 240 Quadratmeter, doch sie richten sich an unterschiedliche Gruppen. Das Premium Chalet Stoanegg verteilt sich über drei Geschosse und bietet in vier Schlafzimmern, jedes mit eigenem Bad, Platz für bis zu zehn Personen. Drei der Bäder haben eine freistehende Wanne mit Blick ins Tal. Die 170 Quadratmeter Terrasse und Balkone schliessen direkt an die Wohnküche an und führen zu Pool und Liegefläche. Hier reist die erweiterte Familie oder der Freundeskreis, der eine Woche zusammen verbringt und sich trotzdem aus dem Weg gehen kann.
Das Chalet Rosenhag ist die intimere Variante: zwei Stockwerke, drei Schlafzimmer mit eigenen Bädern, bis zu acht Gäste, 110 Quadratmeter Terrasse und Balkone. Gemeinsam ist beiden die Architektur der grossen, bodentiefen Glasfronten, die im Januar verschneite Gipfel und im Juli die Almwiesen über dem Salzachtal ins Wohnzimmer holen. Ein verglaster Lift verbindet alle Etagen barrierefrei, zwei Garagenplätze mit E-Ladestation und ein eigener Ski- und Bikeraum gehören zur Ausstattung. Die Klimaanlage wirkt in dieser Höhenlage zunächst überraschend, ergibt aber Sinn, seit auch Alpensommer Hitzetage kennen.

Material, Handwerk und private Spa
Das Designkonzept ist bewusst zurückgenommen: Leinen in Naturtönen, Grossformatfliesen der italienischen Hersteller Florim und Mirage, massgefertigte Schreinerarbeiten. Was auf den ersten Blick schlicht wirkt, ist auf den zweiten die aufwändigere Entscheidung. Glanz lässt sich kaufen, eine sauber gefügte Holzfuge nicht. Dass die Bauherren selbst aus dem Holzhandwerk kommen, sieht man an den Übergängen, an denen andere Häuser Abdeckleisten setzen.
Die Technik bleibt im Hintergrund, wo sie hingehört. In der Küche stehen Geräte von Miele, die Duschen stammen von Gessi, das Geschirr von Villeroy & Boch, dazu ein Quooker-Hahn für kochendes Wasser und ein KNX-System, das Licht, Klima und Beschattung steuert. Der Getränkekühlschrank mit Bier, Softdrinks und Mineralwasser wird ohne Limite nachgefüllt. Jedes Chalet besitzt einen eigenen Wellnessbereich mit Sauna, Teebar, Hot-Pot und ganzjährig beheiztem Aussenpool; im Rosenhag ergänzt eine Infrarotkabine das Angebot. Wer nach dem letzten Skitag im dampfenden Pool liegt, während auf der anderen Seite des Salzachtals das Licht von den Gipfeln weicht, versteht, warum man hier nicht ins Dorf hinunter muss.

Der Wohlfühlbegleiter: Service im Massstab zwei
Das eigenständigste Element des Hauses trägt einen etwas betulichen Namen: Wohlfühlbegleiter. Gemeint ist eine persönliche Ansprechperson, die das Frühstück zur Wunschzeit ins Chalet bringt, Tische reserviert, Shuttles organisiert, Massagen koordiniert und Tagesprogramme zusammenstellt. Auf Wunsch kocht ein Privatkoch im Chalet, Skiausrüstung und E-Bikes werden bereitgestellt. Das klingt nach dem, was viele Fünfsternhäuser versprechen. Der Unterschied liegt im Verhältnis: Zwei Häuser, höchstens 18 Gäste, eine Ansprechperson, die jeden Namen kennt.
Ob das Konzept im Alltag so persönlich trägt wie auf dem Papier, wird der Eröffnungswinter zeigen. Die Voraussetzungen sind günstig: Der Betrieb ist klein genug für echte Aufmerksamkeit.
Ski amadé im Winter, Hohe Tauern im Sommer
Für Skifahrer ist die Lage das stärkste Argument. Die Chalets liegen im Alpendorf, nahe der Talstation der Alpendorf Gondelbahn auf 740 Metern. Die Sechserkabinen fahren in rund neun Minuten auf 1574 Meter und erschliessen die Skiregion Snow Space Salzburg mit 120 Pistenkilometern zwischen St. Johann, Wagrain und Flachau. Diese ist Teil von Ski amadé, nach eigener Darstellung dem grössten Skiverbund Österreichs mit fünf Regionen, 25 Orten, bis zu 760 Pistenkilometern und bis zu 270 Liftanlagen. Für den Winter 2026/27 plant Snow Space Salzburg den Saisonstart am 28. November 2026, die durchgehende 12-Gipfel-Skischaukel ab dem 5. Dezember 2026 und den letzten Betriebstag am 4. April 2027.
Im Sommer verwandelt sich das Salzachtal in ein Revier für Wanderer, Mountainbiker und Fischer. Gleich hinter St. Johann öffnet sich die Liechtensteinklamm, die sich bis zu 300 Meter tief in den Fels geschnitten hat. Fürst Johann II. von Liechtenstein finanzierte ihre Erschliessung mit, 1876 war sie abgeschlossen, und von Anfang Mai bis Ende Oktober führt ein Steig samt 30 Meter tiefer Wendeltreppe zum grossen Wasserfall. Im Ort selbst lohnt der Pongauer Dom einen Blick: Die neugotische Kirche mit ihren 62 Meter hohen Doppeltürmen entstand nach dem Ortsbrand von 1855 und wurde 1876 vollendet. Bischofssitz war St. Johann nie; den Beinamen verdankt die Kirche ihrer Grösse.
Preise, Pakete und Buchung
Der Kennenlernpreis beginnt laut Betreiber bei 1500 Euro pro Nacht für zwei Personen inklusive Frühstück, bei einem Mindestaufenthalt von zwei Nächten. Jede weitere Person kostet 200 Euro pro Nacht. Mit zehn Gästen im Stoanegg ergibt das 3100 Euro pro Nacht, also rund 310 Euro pro Kopf, Frühstück, Spa und Getränke inbegriffen. Zum Opening Special gehören zehn Prozent Rabatt ab sieben Nächten samt Genussabend.
Gebucht wird in zwei Paketen. «ROSENSTOA Genuss» umfasst Champagner zur Ankunft, Frühstück, den Getränkekühlschrank, die private Spa und wöchentliches Housekeeping. «ROSENSTOA Signature» ergänzt tägliches Housekeeping, einen Grundeinkauf, Concierge, Privatshuttle und ab sieben Nächten eine Massage pro Person. In beiden enthalten ist der Transfer ab dem Bahnhof St. Johann im Pongau. Check-in ist ab 16 Uhr, Check-out um 12 Uhr; kostenlos stornieren lässt sich bis drei Monate vor Anreise. Buchungen nimmt das Haus über rosenstoa.com, telefonisch unter +43 6412 94150 oder per E-Mail an info@rosenstoa.com entgegen.
TRAVELPEARLS-Tipps
- Beste Reisezeit: Mitte Januar bis Mitte März für Pulverschnee und ruhigere Pisten ausserhalb der Weihnachtsferien; Juni bis September für Wandern und Biken, Mai bis Oktober für die Liechtensteinklamm.
- Welches Chalet: Familien mit Teenagern und Gruppen ab sieben Personen nehmen das Stoanegg mit vier Bädern und der grossen Terrasse; Paare und Kleinfamilien, die Ruhe suchen, das Rosenhag mit Infrarotkabine.
- Anreise mit der Bahn: Der EC «Transalpin» verbindet Zürich HB einmal täglich direkt mit St. Johann im Pongau, die Fahrt dauert knapp sieben Stunden; Abfahrtszeit im SBB-Fahrplan prüfen. Am Bahnhof wartet der Shuttle des Hauses, das Auto bleibt in Zürich.
- Insider-Tipp: Den Privatkoch für den ersten Abend reservieren. Wer nach sieben Stunden Anreise nicht mehr ins Dorf will, isst im eigenen Chalet mit Blick über das Salzachtal.
- Buchung: Für Weihnachten, Neujahr und die Sportferien im Februar früh direkt anfragen; mit nur zwei Chalets sind diese Wochen schnell vergeben.
Häufige Fragen zu den ROSENSTOA Premium Chalets
Wann eröffnen die ROSENSTOA Premium Chalets?
Die beiden Chalets eröffnen im Dezember 2026, laut Pressemitteilung der Gastgeberfamilie Unterkofler am 5. Dezember 2026. Am selben Wochenende plant Snow Space Salzburg den Betrieb der durchgehenden 12-Gipfel-Skischaukel.
Was kostet eine Nacht in den ROSENSTOA Premium Chalets?
Der Kennenlernpreis beginnt bei 1500 Euro pro Nacht für zwei Personen inklusive Frühstück. Jede weitere Person kostet 200 Euro pro Nacht, der Mindestaufenthalt beträgt zwei Nächte. Ab sieben Nächten gilt zur Eröffnung ein Rabatt von zehn Prozent.
Wie viele Personen haben in den Chalets Platz?
Das Chalet Stoanegg bietet auf drei Geschossen vier Schlafzimmer für bis zu zehn Personen. Das Chalet Rosenhag hat drei Schlafzimmer für bis zu acht Personen. Beide Häuser messen 240 Quadratmeter und haben jedes Schlafzimmer mit eigenem Bad.
Sind die ROSENSTOA Premium Chalets direkt im Skigebiet?
Die beiden Häuser liegen im Alpendorf von St. Johann im Pongau nahe der Talstation der Alpendorf Gondelbahn. Diese führt in die Skiregion Snow Space Salzburg mit 120 Pistenkilometern, die zum Verbund Ski amadé mit bis zu 760 Pistenkilometern gehört.
Wie reist man von der Schweiz zu den ROSENSTOA Premium Chalets?
Mit der Bahn fährt der EC «Transalpin» einmal täglich direkt von Zürich HB nach St. Johann im Pongau, die Fahrt dauert knapp sieben Stunden. Vom Bahnhof holt der Shuttle des Hauses die Gäste ab. Der Flughafen Salzburg liegt rund 60 Kilometer entfernt.
Ein Haus in den Bergen, das man nicht selbst führen muss
Die ROSENSTOA Premium Chalets sind kein Massenprodukt und wollen es nicht sein. Sie schliessen eine Lücke zwischen der Ferienwohnung, in der man selbst einkauft und abwäscht, und dem Grandhotel, in dem man nie ganz für sich ist. Die Substanz ist jedenfalls real: Fichtenholz aus eigener Verarbeitung, Lungauer Stein und die Erfahrung einer Familie, die das Gastgeben nicht erst lernen muss. Wer weitere Häuser dieser Art sucht, findet sie in unserer Rubrik Luxus-Chalets, etwa die Lodges im Prechtlgut in Wagrain im selben Skiverbund oder die Arula Chalets in Oberlech am Arlberg.
Recherche und Text: Guido Käppeli, TRAVELPEARLS. Quellen: Pressemitteilung und Website ROSENSTOA Premium Chalets (Chalets, Pakete, AGB, Abruf 28. Oktober 2026), Ski amadé Daten und Fakten 2025/26, Snow Space Salzburg (Saisondaten 2026/27), Salzburger Land Tourismus, Grossarltal Tourismus (Liechtensteinklamm). Preise laut Betreiber, Änderungen vorbehalten.
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