Am Badeort Portorož, wo die slowenische Adriaküste auf venezianisches Erbe trifft, hat das Hotel Palace seinen Strandbereich neu erfunden. Das Zefirino Beach Club Portorož öffnet als eigenständiges Restaurant- und Barkonzept direkt am hoteleigenen Strandabschnitt, mit Blick über den Hafen von Piran bis hinüber zur kroatischen Küste. Dahinter steht eine Hotelgruppe, die seit Februar 2026 das Ruder übernommen hat: Minor Hotels, mit über 640 Häusern in 66 Ländern.
Design zwischen Glas und Sandfarben
Für das Interieur des Zefirino zeichnen Marasovic Architekten aus dem nahe gelegenen Koper verantwortlich. Ihr Ansatz ist klar: viel Glas, das den Blick auf das Meer freigibt, helle Beige- und Sandtöne als Grundpalette, unterbrochen von verschiedenen Grüntönen und Art-Déco-Möbeln, die dem Raum eine gewisse Tiefe verleihen. Der Stil ist angenehm zurückhaltend, ohne in blasse Beliebigkeit abzugleiten.

Wer chillige Sofas und private Cabanas erwartet, wird nicht enttäuscht. Allerdings sollte man wissen: Der exklusive Strandbereich ist nicht gross. Der «kleine, feine Palace-Strandabschnitt» bleibt eben das, was er ist: ein kuratierter Rückzugsort für Hotelgäste, kein weitläufiger öffentlicher Strand. Wer Platz und Abstand sucht, findet ihn hier nur in Relation.

Pinsa, Pasta und Lobster: Die Küche des Zefirino
Die Menükarte des Zefirino Beach Club Portorož setzt konsequent auf italienische Leichtigkeit mit regionalem Bezug. Pinsa mit feinem Trüffel, Oktopus vom Grill und Pasta mit Lobster stehen im Mittelpunkt, ergänzt durch fruchtige und erfrischende Drinks. Kein überbordend internationales Angebot, das versucht, jeden Geschmack zu treffen, sondern eine fokussierte Karte mit ausgewählten Produkten aus der Region.

Das passt zur geografischen Lage: Die Küste zwischen Piran und Koper produziert Oliven, Trüffel und Wein, deren Qualität weit über Sloweniens Grenzen hinaus bekannt ist. Das Zefirino greift auf dieses Potential zurück, ohne daraus ein regionales Folklore-Konzept zu stricken. Getrunken und gegessen wird täglich von 10 bis 23 Uhr.

Das Hotel Palace: Grandezza mit Geschichte
Das Hotel Palace Portorož selbst ist eines der ältesten und repräsentativsten Häuser des Landes. Das denkmalgeschützte Grandhotel stammt aus dem Jahr 1910 und beherbergt 105 Zimmer sowie eine Präsidentensuite, den Belle-Époque-Crystal-Ballsaal und das nach der Filmikone Sophia Loren benannte, im Guide Michelin empfohlene Gourmetrestaurant Sophia. Der neuere Gebäudeteil ergänzt das Ensemble mit 77 weiteren Zimmern und Suiten, dem Restaurant Fleur de Sel sowie dem Rose Spa auf zwei Etagen, mit zehn Behandlungsräumen, Innen- und Aussenpool und Saunalandschaft.

Seit Februar 2026 führt Minor Hotels das Haus, das zuvor als Kempinski Palace Portorož firmierte und bis 2027 in die exklusive Minor Reserve Collection überführt werden soll. Die Gruppe bringt operative Erfahrung mit, steht aber erst am Anfang ihrer Arbeit in Portorož. Wie sich der neue Betreiber mittel- und langfristig auf Servicequalität und Positionierung auswirkt, bleibt zu beobachten. Was bereits steht: Die stilistische Bandbreite des Hauses, von Art Nouveau über Kubismus bis Art Déco, gibt jedem Aufenthalt einen eigenen historischen Kontext.
Piran und die slowenische Küste
Portorož gehört zum Stadtgebiet des pittoresken Piran, dessen enge Gassen und treppenartig ansteigende Häuserzeilen unverkennbar venezianischen Charakter tragen. Die slowenische Küste ist kompakt: Insgesamt rund 46 Kilometer, viel weniger als Kroatien oder Italien bieten. Das ist jedoch kein Nachteil. Die Dichte an gut erhaltenen Kulturdenkmälern, traditionellen Bergdörfern, Olivenhainen und lokalen Weingütern macht die Region besonders für jene interessant, die Qualität über Ausdehnung stellen.
Die Hauptstadt Ljubljana ist eine Autostunde entfernt, das italienische Triest in rund 40 Minuten erreichbar. Das macht Portorož zu einem sinnvollen Ausgangspunkt für einen Kurztrip, der sich nicht auf einen einzigen Ort beschränken will.
Öffnungszeiten, Preise und Buchung
Der Zefirino Beach Club Portorož steht Hotelgästen kostenlos offen. Externe Besucher zahlen 60 Euro pro Tag für zwei Sonnenliegen und einen Schirm. Reservierungen nimmt das Restaurant unter der Telefonnummer +386 5 692 7812 entgegen. Übernachtungen im Hotel Palace Portorož beginnen bei 365 Euro pro Nacht für zwei Personen im Doppelzimmer, inklusive Frühstücksbuffet. Weitere Informationen finden sich unter minorhotels.com.
TRAVELPEARLS-Tipps
- Beste Reisezeit: Juni bis September für Badewetter und Strandatmosphäre am Zefirino; Schulterzeit im Mai und Oktober für ruhigere Verhältnisse und mildere Temperaturen.
- Anreise: Nächster internationaler Flughafen ist Triest (ca. 40 Minuten mit dem Auto); alternativ Ljubljana (ca. 60 Minuten).
- Insider-Tipp: Ein Abendessen im Gourmetrestaurant Sophia im historischen Grandhotel-Trakt lohnt sich als Kontrast zum entspannteren Zefirino am Strand.
- Buchung: Direktbuchung über die Website von Minor Hotels empfehlenswert, um von Loyalitätsprogramm-Vorteilen über Minor DISCOVERY zu profitieren.
- Preise: Doppelzimmer ab EUR 365 pro Nacht inkl. Frühstücksbuffet. Beach Club für externe Gäste: EUR 60 pro Tag (zwei Sonnenliegen, ein Schirm).
Häufige Fragen zum Zefirino Beach Club Portorož
Was ist der Zefirino Beach Club Portorož?
Der Zefirino Beach Club Portorož ist das neue Restaurant- und Barkonzept am hoteleigenen Strand des Hotel Palace Portorož in Slowenien, mit italienischer Küche und Blick über die Adria bis zur kroatischen Küste.
Was kostet der Zefirino Beach Club Portorož?
Hotelgäste nutzen den Beach Club kostenlos. Externe Besucher zahlen 60 Euro pro Tag für zwei Sonnenliegen und einen Schirm.
Wann hat der Zefirino Beach Club Portorož geöffnet?
Der Beach Club und seine Bar sind täglich von 10 bis 23 Uhr geöffnet.
Wer betreibt das Hotel Palace Portorož?
Seit Februar 2026 führt die Gruppe Minor Hotels das Grandhotel von 1910, das zuvor als Kempinski Palace Portorož bekannt war.
Portorož war lange das etwas unbeachtete Stiefkind der adriatischen Badeorte. Mit dem Zefirino als neuem Ankerpunkt am Strand und Minor Hotels als Betreiber des Palace bekommt der Ort nun Argumente, die über die blosse geografische Lage hinausgehen.